„Bestandskonsolidierung ist keine kurzfristige Optimierungsmaßnahme.“

Wer seinen Bestand einmal ordentlich aufstellt, profitiert langfristig davon. Denn spätestens, wenn es an die Ruhestandsplanung geht, müssen fundierte Aussagen zu wichtigen Unternehmenskennzahlen getroffen werden können. Marcus Kennedy erklärt, worauf es bei der Bestandskonsolidierung ankommt.

 

Welchen Nutzen bietet ein konsolidierter Bestand langfristig?

Ein konsolidierter Bestand gibt dem Makler vor allem eines zurück: die Kontrolle über sein eigenes Unternehmen im Tagesgeschäft. Man muss nicht mehr zwischen mehreren Systemen springen, sondern erkennt auf einen Blick, wo Beratungsbedarf besteht oder Storno droht, statt es erst im Nachhinein festzustellen. Das spart Zeit im Alltag. Es schafft auch die Grundlage dafür, das eigene Unternehmen jederzeit belastbar bewerten zu können. Das ist ein entscheidender Vorteil, egal ob für die eigene Planung, eine Bank oder eine spätere Nachfolge.

Kurz gesagt: Bestandskonsolidierung ist keine kurzfristige Optimierungsmaßnahme, sondern eine Investition in die Zukunft des Unternehmens.

 

Welche Tools und Vorgehensweisen helfen bei einer Bestandskonsolidierung?

Zunächst braucht es eine ehrliche, vollständige Bestandsaufnahme: Wo liegen überhaupt Verträge, bei welchen Gesellschaften, in welchen Pools, in welchen Altsystemen? Anschließend sollten möglichst viele Bestände auf einer zentralen Verwaltungsplattform zusammengeführt werden, inklusive automatischer Bestandsabgleiche mit den Gesellschaften. So bleiben die Daten aktuell und laufen nicht wieder auseinander. Moderne Maklerverwaltungsprogramme, digitale Kunden-Apps und automatisierte Prozesse erleichtern die laufende Betreuung erheblich.

 

Was ist außerdem wichtig?

Der Makler sollte eine Priorisierung nach Klumpenrisiko und Beratungsbedarf vornehmen, damit er nicht wahllos, sondern strukturiert vorgeht. Ebenso wichtig ist aktives Bestandsmarketing. Er sollte Kunden regelmäßig ansprechen, um Fremdverträge sichtbar zu machen und den eigenen Betreuungsumfang kontinuierlich auszubauen.

Entscheidend ist aber weniger das einzelne Tool, sondern eine klare Strategie und ein realistischer Zeitplan. Konsolidierung ist ein Prozess über Monate, kein Wochenendprojekt.

 

Kann eine Partnerschaft mit der SDV AG bei der Bestandskonsolidierung helfen – und wenn ja, wie?

Ja, mit einer Anbindung an die SDV AG legt man den Grundstein für eine Partnerschaft. Die Bestandskonsolidierung ist tatsächlich einer der Kernbereiche, in denen wir Makler unterstützen. Es kommt mir aber auf die richtige Reihenfolge an: Bevor Makler die Bestandskonsolidierung überhaupt angehen, steht für uns immer erst die Anbindung an die SDV AG. Wir müssen uns gegenseitig kennenlernen und das Gefühl bestätigen, dass wir wirklich zueinander passen, menschlich wie unternehmerisch. Erst auf dieser Vertrauensbasis ergeben die nächsten Schritte überhaupt Sinn. Eine Bestandskonsolidierung ist ein sehr persönlicher, oft auch sensibler Vorgang, den man nicht mit jedem x-beliebigen Partner beginnen sollte.

 

Was genau passiert im nächsten Schritt?

Steht die Basis, ist eine Bestandskonsolidierung für uns weit mehr als eine reine Bestandsübertragung. Wir haben dafür einen strukturierten Prozess entwickelt, bei dem die SDV AG den Makler während des gesamten Vorgangs begleitet: von der Analyse der bestehenden Anbindungen über die technische Umsetzung bis hin zur Integration in digitale Verwaltungs- und Beratungsprozesse. Wir übernehmen die technische und organisatorische Seite der Konsolidierung. Auf diese Weise muss der Makler das nicht neben dem Tagesgeschäft stemmen. Er selbst behält jederzeit die Hoheit über seinen Bestand und seine Kundenbeziehungen. Unser Ziel ist es nicht nur, Bestände zusammenzuführen, sondern unsere Partner dauerhaft effizienter und wirtschaftlicher aufzustellen.

 

Basierend auf Deiner langjährigen Erfahrung mit Bestandskonsolidierungen: Gibt es ein Szenario, das sich bewährt hat?

In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Bestandsübertragung en bloc, um den Großteil der Bestände auf einen Schlag zusammenzuführen – von der Bestandsliste bis zur finalen Bestätigung durch die Gesellschaft. Bei Einzelmandaten setzen wir dagegen gerne auf digitale Lösungen, die dem Prozess einen enormen Boost verleihen. Persönliche Ansprechpartner und Werkzeuge wie myInsure Office und unsere Kunden-App ergänzen das. So bleibt der Bestand auch nach der Konsolidierung dauerhaft sauber und driftet nicht erneut auseinander.

 

Wie profitieren Makler ganz konkret von der Unterstützung durch die SDV AG?

Am Ende steht für den Makler: mehr Zeit, mehr Struktur, mehr Umsatz. Ganz konkret heißt das, er arbeitet nicht mehr mit fünf oder sechs verschiedenen Portalen, sondern mit einer Instanz, an der Courtageflüsse, Vertragsdaten und Beratungshistorie zusammenlaufen. Was vorher Stunden an manuellem Abgleich gekostet hat, läuft jetzt automatisiert im Hintergrund. Dazu kommen zusätzliche Services, die vorher schlicht nicht zugänglich waren, von digitalen Beratungslösungen über Backoffice-Unterstützung bis hin zur Angebotserstellung durch unsere Vertriebslotsen. Vor allem aber gewinnt der Makler Zeit für sein eigentliches Kerngeschäft, die Beratung seiner Kunden.

 

Was bedeutet das für den Makler als Unternehmer?

Der Makler hat wieder das Steuer in der Hand und ist nicht mehr Beifahrer im eigenen Unternehmen. Er bleibt agil, um sich verschiedenen Marktsituationen anzupassen und sein Unternehmen strategisch auszurichten. Wir stellen immer wieder fest, dass unsere Partner endlich wieder entscheiden können, wofür sie ihre neu gewonnene Zeit einsetzen wollen – sei es der jahrelang aufgeschobene Großputz im eigenen Bestand, Neukundenakquise, Bestandsaktionen, der Ausgleich einer fehlenden Vollzeitkraft oder die Bestandsveredelung mit dem Ziel, endlich die eigene Unternehmensnachfolge in die Wege zu leiten.

 

Viele Makler fürchten, ihren Bestand bei einer Poolanbindung zu verlieren …

Diese Sorge begegnet uns regelmäßig, und sie ist bei vielen Poolmodellen leider auch berechtigt. Wir kennen aus der Marktbeobachtung Modelle, bei denen gar nicht wirklich klar ist, wer eigentlich Eigentümer des Bestands ist. Bei anderen Modellen ist absehbar, dass sich das Verhalten der dahinterstehenden Investoren in den kommenden Jahren verändern wird – und genau diese Unsicherheit vermittelt vielen Maklern zu Recht ein ungutes Gefühl. Im schlimmsten Fall ist der Makler irgendwann nur noch eine Art Verwalter fremden Eigentums, oft mit dauerhaften Abzügen von seiner eigenen Courtage.

 

Wie ist das bei der SDV AG?

Bei der SDV AG ist diese Sorge unbegründet. Genau das ist auch unser zentrales Unterscheidungsmerkmal am Markt: Der Bestand bleibt selbstverständlich Eigentum des Maklers. Wir verstehen uns als Servicepartner und verfolgen keine Private-Equity-Logik: Unser Geschäftsmodell basiert darauf, Makler langfristig erfolgreicher zu machen, nicht darauf, Bestände um jeden Preis zu übernehmen. Wir stellen die Struktur, die Technik und die Prozesse für Konsolidierung und Verwaltung zur Verfügung. Die Kundenbeziehung und der wirtschaftliche Wert des Bestandes soll und muss jedoch beim Makler bleiben.

 

Wie gestaltet die SDV AG eine solche Kooperation aktiv?

Wir unterstützen unsere Partner in besonderen Situationen, beispielsweise beim Outsourcing komplexer Beratungen oder bei der Konzeption der eigenen Unternehmensnachfolge. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir so viel Wert auf die persönliche, inhabergeführte Beziehung legen: Unser Anspruch ist eine langfristige Partnerschaft auf Augenhöhe, bei der der Makler jederzeit die Kontrolle über sein Unternehmen und seinen Bestand behält.

Schon im Erstgespräch gehen wir auf alle Sorgen und Wünsche ein. Wir ermutigen unsere Partner, über den Tellerrand zu schauen, damit auch sie ihr Unternehmen zukunftssicher mit Hilfe der SDV AG aufstellen können. Diese Individualität wollen wir uns unbedingt beibehalten.

Mehr dazu: www.sdv.ag/partner-werden